Gauß-Gymnasium Worms
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Jugend forscht

Das Gauß-Gymnasium zeichnet herausragende Abiturienten erstmalig mit dem MINT-EC-Zertifikat aus

2 Abiturientinnen und 9 Abiturienten des Gauß-Gymnasiums für ihre außergewöhnlichen MINT-Leistungen geehrt

Worms/Frankenthal, 14. März 2017.  Erstmalig wurden im Rahmen der Zeugnisvergabe 2 Abiturientinnen und 9 Abiturienten des Gauß-Gymnasiums mit dem MINT-EC-Zertifikat für ihre herausragenden MINT-Leistungen ausgezeichnet. Die Schule ist seit letztem Jahr Teil des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und darf somit das deutschlandweit einzigartige MINT-EC-Zertifikat vergeben.

 

„Am Gauß-Gymnasium leben wir unser MINT-Profil mit hervorragenden AGs und unseren MINT-Wahlkursen. Seit Jahren sind wir in Wettbewerben wie Jugend-forscht erfolgreich. Das gehört auch zu unserem Konzept der Begabtenförderung. Nur so konnten wir, so kurz nach der Ernennung zur MINT-EC-Schule, 11 Schülerinnen und Schüler mit dem MINT-Zertifikat auszeichnen. Außerdem haben wir federführend das Schülerforschungszentrum geplant, das auch im letzten Jahr in unserer Schule eingerichtet wurde und uns zusätzlichen Raum für unsere MINT-Aktivitäten bietet “

Zitat, Annette Modl, MINT- EC-Koordinatorin am Gauß-Gymnasium

 

Das MINT-EC-Zertifikat bündelt und dokumentiert die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in MINT während ihrer gesamten Schullaufbahn. Die Auszeichnung bietet Unternehmen und Hochschulen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen und Bewertung der Anforderungsniveaus von Wettbewerben oder anderen außerschulischen MINT-Aktivitäten. Das MINT-EC-Zertifikat wurde zum Schuljahr 2014/2015 eingeführt und darf ausschließlich an Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC vergeben werden.

 

Schülerinnen und Schüler, die das MINT-EC-Zertifikat erhalten, müssen Mindestanforderungen in den drei Anforderungsfeldern: Fachliche Kompetenz, Fachwissenschaftliches Arbeiten und Zusätzliche MINT-Aktivitäten erfüllen. Je nach Leistungen wird das MINT-EC-Zertifikat mit den Prädikaten „Mit Erfolg“, „Mit besonderem Erfolg“ oder „Mit Auszeichnung“ verliehen.

 

Anerkannt wird die Auszeichnung von der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING.), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

 

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw. Außerdem hat das Gauß-Gymnasium Bildungspartner. Die Firmen Evonik und Renolit unterstützen das MINT-Konzept der Schule.

 

Der schwebende Tropfen – Neue Entdeckungen in der Fluidforschung

Schwebende Tropfen faszinieren Jeff Schymiczek. Er stellt mit Hilfe eines umgebauten Lautsprechers, der mit einem Frequenzgenerator verbunden  wird,  und Silikonöl „Schwebende Tropfen“ her. Dadurch geling es ihm quantenmechanische Effekte zu simulieren.

Anziehungs- und Abstoßungseffekte, die allgemeine Relativitätstheorie, die dunkle Energie und somit die rätselhaft schnelle Ausdehnung des Universums sind Ansatzpunkte für Jeffs Hypothesen. Er nutzt seine Tropfenexperimente als Modelle und findet Erkärungsansätze für viele ungeklärte Fragen physikalischer Phänomene.

Anziehungs- und Abstoßungseffekte, die allgemeine Relativitätstheorie, die dunkle Energie und somit die rätselhaft schnelle Ausdehnung des Universums sind Ansatzpunkte für Jeffs Hypothesen. Er nutzt seine Tropfenexperimente als Modelle und findet Erkärungsansätze für viele ungeklärte Fragen physikalischer Phänomene.

Jeffs Arbeit inspirierte die SchülerInnen aus der Forscherwerkstatt an einem Wochenende im März eine Exkursion in den Odenwald zu unternehmen. Sie besuchten einen Brunnen unterhalb des Melibokus-Gipfels, bei Bensheim-Hochstätten, der auch schwebende Tropfen hervorbringt. Das Phänomen ist bekannt. Eine Erklärung hierfür gelang bisher nicht.

 

Auch im Februar 2014 haben wieder Schüler des Gauß-Gymnasiums am Wettbewerb Jugend forscht teilgenommen. Die Ergebnisse und die Vorteile der Forscherwerkstatt hat Frau Modl-Chalwatzis in einer Präsentation zusammengestellt.

Jeff Schymiczek beim Landeswettbewerb Jugend-forscht erfolgreich

Nachdem Jeff, Klasse 5e, mit seiner Arbeit „Gesund genießen mit Kräutern“ bereits im Februar in Frankenthal den Regionalwettbewerb gewonnen hatte, qualifizierte er sich dadurch für den Landeswettbewerb, der am Freitag, den 26. April 2013 bei der Pharmafirma Böhringer-Ingelheim stattfand. Bis zum Wettbewerbstermin forschte er ständig weiter und optimierte somit den Geschmack seiner gesunden Biolimonade. Da Kinder sehr gerne Limonade konsumieren, konnte er zusätzlich zu den Teilnehmern der Forscher-Werkstatt noch die Schüler einer ganzen Grundschulklasse als Probanden gewinnen. Weiterhin überlegte er sich noch Vermarktungsstrategien für sein gesundes Getränk, was die Jury ebenfalls beeindruckte. Sie würdigte seine Arbeit mit dem 2. Platz.

Gauß-Gymnasium Worms erfolgreich bei Jugend-forscht 2013

An den diesjährigen Regionalwettbewerben Frankenthal, Landau und Kaiserslautern und Koblenz nahmen insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler mit 8 Projekten teil. Die älteren Schülerinnen und Schüler starten in der Sparte Jugend-forscht und die jüngeren Schüler starten in der der Junior-Klasse „Schüler-experimentieren“.

Alleine die Teilnahme an diesem Wettbewerb ist für alle  beteiligten Schülerinnen und Schüler  ein Erfolg. So zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie in der Lage sind nahezu selbständig an einem Projekt ihrer Wahl eigenständig geplante Versuchsreihen durchzuführen, dies alles zu dokumentieren und als Arbeit einzureichen. Dadurch werden alle Teilnehmer zu Gewinnern. Das ist der Grundtenor des Wettbewerbes. Deshalb werden Schulen die mehr als drei Arbeiten eingereicht haben mit einem Schulpreis belohnt. Darunter fällt das Gauß-Gymnasium mit insgesamt 8 Arbeiten.

Dazu kamen dieses Jahr noch einige Platzierungen. Jeff Schymiczeck konnte mit seiner Arbeit „Gesund genießen mit Kräutern“ in der Sparte Schüler experimentieren, Arbeitswelt den ersten Platz belegen. Er überzeugte die Jury mit seinen sehr genau dokumentierten Versuchsreihen. Außerdem verfügt Jeff über naturwissenschaftliche Kenntnisse, die weit über das Übliche in seiner Altersklasse hinausgehen.

Er wird das Gauß-Gymnasium beim Landeswettbewerb vertreten.

Den zweiten Preis bekam Nicolai Pfeffel in der Sparte Jugend-forscht, Arbeitswelt mit seiner sehr umfangreichen Arbeit über die Vollwer-Ernährung. Lars Schiller und Christin Jipa bekamen in der Sparte Jugend-forscht-Technik den dritten Platz für das Miniatur-Wasserkraftwerk zugeteilt. Mit einer selbstgebastelten Solarzelle, die mit Hilfe von billigen Pflanzenfarbstoffen (Grätzelzelle) arbeitet, beschäftigten sich Peter Feise, Cameron Strenge und Christopher Leidich. Mit Hilfe von verschiedenen Mischungen der Blattfarbstoffe gelang es diese Solarzelle zu optimieren. Deshalb bekamen sie für ihre Arbeit Sonderpreise zugeteilt.

Im August 2012 wurde die „Forscher-Werkstatt“ am Gauß-Gymnasium eingerichtet. Die Projekte werden nicht nur von den Lehren betreut. Sehr gut funktioniert die Hilfe der  von älteren Schülern, die die jüngeren Schüler beim Experimentieren anleiten.

Nicolai Pfeffel stand mit sehr großem Engagement am Anfang gleich mehreren Gruppen hilfreich zur Seite. Später halfen noch Eva Morgenthaler, Tobias Kunz, Nicolas Friesenhahn und Tobias Fuhrmann  (alle MSS 13) bei der Betreuung.

Die Projekte des Gauß-Gymnasiums deckten ein weites Spektrum naturwissenschaftlicher Themen ab:

Nicolai Pfeffel  „Kosten-/Zeitanalyse d. Vollwert-Ernährung bei weitestgehendster Selbstherstellung d. Lebensmittel“

Nicolai stellte sich die Frage ob sich Vollwert-Ernährung und Berufstätigkeit vereinbaren lassen. Er führte dabei zahlreiche Versuchsreihen durch. Er opferte seine Freizeit und probierte Koch- und Backrezepte aus, optimierte sie und kontaktierte Hersteller. Die Familienmitglieder dienten als Probanden. Er informierte sich auch über den Import von Lebensmittel und bilanzierte den CO2-Aussstoß, Kosten und zeitlichen Aufwand. So dass in dieser Arbeit u.a. auch das Thema „Nachhaltigkeit“ eine große Rolle beim Erwerb der Zutaten spielte.

Eva Morgenthaler „Einfluss von Zucker- und Alkoholgehalt auf die Bildung von Essigsäure aus Apfelwein“

Eva führte verschiedene Versuchsreihen zur Entstehung von Essigsäure aus Apfelwein durch. In diesem Jugend-forscht Chemie-Projekt stellte sie sich die Frage ob der Alkoholgehalt oder der Zuckergehalt im Apfelwein einen Einfluss auf die Essigsäurebildung ausübt. Auch stellte sie sich die Frage ob Alkohol- und Zuckergehalt den Einfluss in Korrelation ausüben.

Marcel-Rene Wepper und Patrik Schiller „Kannenpflanzen“

Marcel und Patrik untersuchten die Kannen der Kannenpflanzen überaus gründlich. Dazu mussten sie zuerst die Technik erlernen mikroskopische Schnitte anzufertigen. Sie wollten wissen wie Insekten in der Kanne gefangen und verdaut werden. Auch konnten sie in der Verdauungsflüssigkeit stärkespaltende Enzyme nachweisen. Die Beschäftigung mit diesem Biologie-Jugend-forscht-Projekt setzte sehr  viel Geduld und Fingerspitzengefühl voraus. Marcel und Patrik (Klasse 10) haben dadurch bereits Fähigkeiten erworben, die normalerweise erst im Biologiestudium erlernt werden.

Ann-Cathrin Freitag und Talitha Friedle „Terraforming-Mars“

Dabei handelt es sich um ein Projekt aus der Sparte Jugend-forscht/Geo- und Raumwissenschaft. Ann-Catrin und Talitha stellen sich die Frage ob in einer reinen CO2-Atmosphäre, wie sie auf dem Mars vorherrscht Pflanzenwachstum möglich ist. Sie simulierten deshalb die Atmosphäre mit Hilfe von luftdichten Gefäßen und gewaschenem Sand als Substrat. Dabei stellten sie fest, dass die Pflanzen nur zum Keimen Luft benötigen und später in einer reinen CO2-Atmosphäre weiterwachsen. Durch die Bearbeitung des Themas kamen unzählige neue Fragen auf, womit sich das Team in den nächsten Jugend-forscht-Arbeiten auseinandersetzen kann.

Lars Schiller und Christian Jipa „Miniatur-Wasserkraftwerk“

Da Wasser ein Dipol ist, kann man aufgrund der Ladungsunterschiede Spannung erzeugen. Diese kleine Spannung nutzen Lars und Christian aus um ein kleines Wasserkraftwerk zu bauen. Die Ladungstrennung erfolgt durch zwei Röhren, die mit Alufolie umhüllt sind, die zur Weiterleitung dient. Das Projekt gehört zur Sparte Jugend-forscht/Technik

Peter Feise, Cameron Strenge und Christopher Leidich „Grätzelzelle“

Möchte man die Energiewende in Deutschland umsetzen,  muss zwangsläufig die Forschung intensiviert werden, da Solarzellen auf Silicium-Basis zu teuer und damit unrentabel sind. Peter, Cameron und Christopher führten Versuchsreihen mit der Grätzel-Zelle durch. Diese Solarzelle wurde nach dem Schweizer Chemiker Michael Grätzel benannt. Sie funktioniert mit billigen Pflanzenfarbstoffen und Glasplättchen. Die drei „Gausianer“ experimentierten mit schwachem Licht und selbst extrahierten Pflanzenfarbstoffen aus Algen und verschiedenen Pflanzen, die im Schatten wachsen und trotzdem noch Leistung bringen.

Paul Bergtholdt, Jan Bormann und Niklas Lippold „Kran-Lastenaufzug“

Schrottplätze sind richtige Fundgruben für die drei Jungs. Hämmern, bohren, sägen, schneiden – die drei Tüftler haben einen hervorragend funktionierenden Kranaufzug aus Schrott entwickelt und gebastelt. Es handelt sich um ein Projekt aus der Sparte Schüler experimentieren/Technik.

Jeff Schymiczek „Gesund genießen mit Kräutern“

Jeff hat mit vielen aromatischen Kräutern experimentiert und dabei sehr schmackhafte Getränke entwickelt. Da er seine Versuchsdurchführung und die Ergebnisse genauestens dokumentiert hat, kann er immer wieder seine Mischungen, bzw. Getränke herstellen. Diese Vorgehensweise ist ein Kriterium für eine sehr gute Arbeit. Deshalb hat er sich auch für den Landeswettbewerb in der Sparte Schüler experimentieren/Arbeitswelt qualifiziert.

A. Modl-Chalwatzis, OStR'

Bildergalerie vom Wettbewerb

Jugend forscht am GGW

Unsere Schule war am 15. Februar 2012 beim Regionalwettbewerb in Frankenthal mit sechs Arbeiten, und am 24. Februar in Mainz mit einer Arbeit vertreten. Aufgrund der zahlreichen Arbeiten erhielt unsere Schule den Schulpreis der Berdelle-Hilge-Stiftung in Höhe von 238,-€.

 

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