Gauß-Gymnasium Worms
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Wormser Jubelgesänge in Kaiserslautern

Erstellt von Julian Schröder | |   Allgemein

Schwimmer des Gauß-Gymnasiums buchen nach dramatischem Finale das Ticket nach Berlin


Der Satz klingt abgedroschen. Und doch ist er immer wieder aktuell: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Angestimmt wurde dieser aus dem Fußballer-Lager bekannte Jubelgesang jetzt von acht Schülern des Wormser Gauß-Gymnasiums. Und gefeiert wurde auf der Rückfahrt vom Monte Mare-Bad in Kaiserslautern. Beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ buchten die jungen Schwimmer im Alter von elf bis 14 Jahren als Landessieger im Wettkampf III das Ticket zum bundesweiten Finale. Und zu diesem geht es Ende September – eben nach Berlin.

Die Aufgabenstellung war nicht ohne Hürden. Sie lautete: Fit bleiben in einer Zeit, in der die Grippewelle breite Breschen auch in die Schülerschar schlägt. Und vor Ort galt es, bittere Frühstarts zu vermeiden, fehlerfreie Wenden zu zeigen und schließlich sauber im Ziel anzuschlagen. Ohne Ersatzmann hätten Ausfälle das Ende aller Träume bedeutet. Entsprechend groß war die Anspannung, reiste doch speziell das Team des Otto-Hahn-Gymnasiums Landau, beim Regionalentscheid noch recht deutlich unterlegen, mit personeller Verstärkung an. „Daher dachten wir schon, dass es eng werden würde“, schilderte später Sportlehrer Thorsten Ernst, der das Team gemeinsam mit Kollege Christoph Kampik betreute. Aber so nah? Vor der abschließenden Staffel über 8x50 Meter Freistil rückten die Landauer den jungen GGWlern bis auf „bedrohliche“ 2,5 Sekunden auf die Pelle. Ernst zog den Hut vor seiner Truppe: „Die Mannschaft hat zusammengehalten und jeder sein Bestes gegeben. Sie haben sogar eine Teambesprechung vor der abschließenden Staffel durchgeführt.“

Die Sache nahm sogar noch dramatische Züge an, als die Vorderpfälzer wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurden – mit der Folge, beim so genannten Nachschwimmen die finale Zeit der Wormser noch mal angreifen zu können. Den GGWlern blieb am Beckenrand die Zuschauerrolle und der bange Blick auf die Stoppuhr. Doch tatsächlich: Die 4:29,16 Minuten der Wormser Staffel waren für die schon erkennbar ausgepowerten Landauer nicht mehr erreichbar. In der Ergebnisliste wuchs der Vorsprung von Niklas Bott, Philipp Klein, Luca Köhler, Tim Kraus, Paul Krönert, Maximilian Ley, Nikita Saprykin und Julian Schröder, die sich zuvor schon über 50 Meter Freistil, Rücken oder Brust sowie in der 4x50-Meter-Lagenstaffel bewiesen hatten, wieder auf 20 Sekunden an.

ENDZEIT AUS NIEDER-OLM HÄTTE NICHT GEREICHT

Der Zeitpunkt, den Chor in Sachen einer Fahrt in die Bundeshauptstadt anzustimmen, war gekommen. Er kam unerwartet, wie Thorsten Ernst gestand, „da wir die Mannschaft neu gemeldet hatten“. Seine Schützlinge treten so aber in die Fußstapfen in der Vergangenheit immer mal wieder erfolgreicher Schwimmer-Mannschaften des GGW. Und Ernst unterstreicht, beim Bundesfinale „sind die Jungs jetzt der Vertreter nicht nur des Gauß-Gymnasiums, sondern auch von Rheinland-Pfalz“.

Entscheidend übrigens dafür: Mit ihrer Gesamtzeit von 12:00,61 Minuten hatte sich die aus der Talentschmiede der Schwimmgemeinschaft Worms stammenden Schülerschar, ergänzt durch Philipp Klein von Stimmel Sports, gegenüber des Ergebnisses beim vorausgegangenen Regionalentscheid um mehr als 23 Sekunden gesteigert. Das Ergebnis von Nieder-Olm hätte zum Sieg nicht gereicht. Jetzt aber geht es nach „Berlin, Berlin…!“

 

(Bericht des Nibelungenkuriers vom 06.08.2018)

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